Zu viel Zucker in Getränken

Aktuelle Marktstudie

Zu viel Zucker in Getränken

Mehr als die Hälfte unserer Erfrischungsgetränke in Deutschland sind überzuckert. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von foodwatch.

Untersucht wurden 600 verschiedene Sorten. 345 von diesen enthielten mehr als 5g Zucker in 100ml. Pro 250ml Glas sind dies mindestens 4 Würfelzucker, vergleichbar mit einem 30g Schokoriegel.

Ganz schön viel, wenn wir berücksichtigen, dass wir täglich umgerechnet nicht mehr als 16 Würfelzucker zu uns nehmen sollen (Empfehlung WHO -Weltgesundheitsorganisation).  Tatsächlich sind es im Durchschnitt 29!

Energy Drinks toppen in Sachen Zuckergehalt, Near-Water Produkte haben am wenigsten Zucker. Durchschnittlich enthalten Erfrischungsgetränke mit Zuckerzusatz 7,3% Zucker, dies sind ca. 6 Würfelzucker pro 250ml Glas!!!

foodwatch hatte 2016 eine ähnliche Studie durchgeführt und auf das Problem hingewiesen. Hersteller und Händler wollten daraufhin die Zuckergehalte senken. Die aktuelle Marktstudie zeigt allerdings, es hat sich nicht verändert.

Ganz schön bedenklich, da die WHO nach wie vor zuckergesüßte Getränke als einer der Hauptursache für die Entstehenung von Übergewicht, Diabetes Typ2 sieht. Deutschland ist eines der Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch weltweit!!)

Großbritannien hat schon reagiert und im April 2018 eine Abgabenleistung auf zuckergesüßte Getränke eingeführt. Für Getränke mit mehr als 5 bis maximal 8 Prozent Zucker werden pro Liter 18 britische Pence und für Getränke mit mehr als 8 Prozent Zucker 24 Pence veranschlagt. Bereits bevor die Abgabe fällig wurde, haben etliche Hersteller reagiert und den Zuckergehalt in ihren Getränken deutlich reduziert. Da die britische Regelung keine anderen Süßungsmittel als Zucker umfasst, haben die meisten Hersteller den Zucker durch künstliche Süßstoffe ersetzt.

Bei uns arbeitet die Bundesregierung bislang auf freiwilliger Basis mit der Lebensmittelindustrie zusammen. Ob das reichen wird, bleibt fraglich.

Schauen wir mal, was so bei uns in den Regalen in Zukunft passieren wird! 
Im Übrigen haben wir Verbraucher es selbst in der Hand. Wir müssen die Produkte ja nicht kaufen. :-)

Herzliche Grüße

Babette von der SHAKE Fabrik